Kaiserhaus Baden

Kaiserhaus Baden

Das Kaiserhaus - ein nicht imperialer Wohnsitz der Habsburger

"Ich besah das Haus das wir bewohnen sollen, und muss dir offen herzig gestehen, dass ich es sowohl unbewohnbar für heuer als unfähig einer zweckmäßigen Verbesserung finde". Diesen Satz schrieb Kaiserin Maria Ludovica ihrem Gemahl Kaiser Franz I., nachdem man ihr das neue Quartier für die jährlichen kaiserlichen Familien-Séjours in Baden im Juni 1813 gezeigt hatte. Der Protest fruchtete nicht. Aus dem, vom französischen Architekten Charles de Moreau für Nikolaus II. adaptieren, fürstlichen Esterházyschen Palais am Hauptplatz wurde das Kaiserhaus. Franz I. hatte das Gebäude "zu  Meinem Gebrauche" kaufen lassen und verbrachte dort nahezu jeden Sommer bis zu seinem Tode 1835.

Welthistorische Bedeutung erlangte das Haus im Ersten Weltkrieg, als das Armeeoberkommando der k.u.k. Monarchie von 1917 bis 1918 in Baden stationiert war und Kaiser Karl I. vom ersten Stock des Kaiserhauses aus seine Armee befehligte. Danach fiel das Kaiserhaus in einen Dornröschenschlaf.

Heute erstrahlt das revitalisierte Palais in neuem Glanz und die kaiserliche Wohnung in der Bel Etage fungiert als niveauvoller Museumsrahmen für wechselnde Ausstellungen.

 

Neue Ausstellung ab 21. April bis 4. November 2018: 

Baden Zentrum der Macht 1917-1918: Kaiser Karl I. und das Armeeoberkommando in Baden

Das Kaiserhaus Baden widmet im Jubiläumsjahr 2018 den letzten beiden Jahren des Ersten Weltkrieges eine Ausstellung. Am Originalschauplatz wird erstmals eine Ausstellung über das k.u.k. Armeeoberkommando zu sehen sein.

Das Kaiserhaus in Baden erlangte im Ersten Weltkrieg welthistorische Bedeutung. Von Jänner 1917 bis November 1918 war die Stadt Baden Sitz des Allerhöchsten Hoflagers und des k.u.k. Armeeoberkommandos. Kaiser Karl I. befehligte vom ersten Stock des Kaiserhauses aus seine Armee und wohnte zum Teil mit seiner Familie im zweiten Stock des Hauses. Die Ausstellung Baden Zentrum der Macht im Kaiserhaus widmet sich den beiden letzten Kriegsjahren, die sowohl für die Stadt Baden als für ganz Europa von entscheidender Bedeutung waren.

In fünf Kapiteln mit rund 200 Exponaten aus öffentlichen und privaten Sammlungen wird das Geschehen vor 100 Jahren deutlich gemacht. Thematisiert werden die letzten Regierungsjahre Kaiser Franz Josephs, die vergeblichen Friedensbemühungen Kaiser Karls, die letzten großen Schlachten des Ersten Weltkriegs, Triumph und Niederlage bis zum Waffenstillstand im November 1918.

Historische Dokumente, persönliche Erinnerungsstücke, Objekte, Bildmaterial sowie Film- und Tonaufzeichnungen erwecken diese Zeit zum Leben und geben Einblick in den Alltag während des Krieges und die Ereignisse an der Front. Es geht um die „große Politik“, die Rolle des Kaisers, die oberste militärische Führung, das Leben der Soldaten im Feld, die Verelendung und die besondere Rolle Badens als Zentrum der Macht.

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